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2. Semester | Darstellen: Modellbau

Modellbau
Anker 1

Prof. Dr. Simon Colwill, Theresa Zschäbitz, Dr. Arne Winkelmann

Betreuung:

Modulverantwortung: Prof. Sophie Reichelt Bei diesem Modellbaukurs geht es nicht nur um das Schneiden und Kleben von Pappe und Styrodur. Die Teilnehmenden erfahren, wie man professionelle Architekturmodelle in verschiedenen Maßstäben anfertigt, die Materialität zeigen und Atmosphäre vermitteln. Sie müssen architektonische Räume analysieren, nachvollziehen, skizzieren, nachbilden und neugestalten. Sie lernen, wie architektonische Räume geformt werden, wie Bauteile zusammengefügt werden, wie Materialien wirken, wie Oberflächentexturen Licht und Farbe beeinflussen und wie Licht Raum erzeugt und verändert. Zudem lernen die Studierenden, wie sie zu Experten in der Modellfotografie werden. Aufgabe 1: SCALA / TREPPE Für die erste Aufgabe müssen die Studierenden ein Modell einer Treppe im Maßstab 1:20 als monochromes Weißmodell bauen. Die Treppe kann bereits existieren oder aus einem geplanten Bauprojekt eines Architekturbüros stammen. Die Treppe sowie alle angrenzenden Bauteile wie „das Unten“ (unteres Geschoss) eventuelle Wände, das Geländer und „das Oben“ (obere Geschoss) zu bauen. Das Modell soll als eigenständiges Objekt gelten. Es soll allansichtig sein. Es soll freitragend sein. Die Zugehörigkeit der Bauteile, eventuelle Fügungen sollen ablesbar sein. Aufgabe 2: RAUM / VOID In dieser Übung soll eine spezifische räumliche Situation, welche durch ein Foto dargestellt ist in ein Modell umgewandelt und wieder in ein Foto rückübersetzt werden. Die Beziehungen von Raumgeometrie, Oberflächenstrukturen und Licht sollen genau wiedergegeben werden. Materialien und Oberflächenbearbeitungstechniken werden eingesetzt, die die gegebene Oberfläche sinnvoll darstellen. Ziel ist es, die Atmosphäre im Bild zu verstehen und nachzustellen. Aufgabe 3: RELIEF / FASSADE | Innen-Außen Fassaden besitzen eine Plastizität, sind in der Tiefe zu lesen, bilden Licht und Schatten ab und besitzen vielerlei Eigenschaften, die in der Darstellung einer Ansicht nicht abzubilden ist. Zudem bestimmt die Fassade die Innenräume und definiert die Verbindungen zum Außenraum. Die Fassade kann daher als eine Membran betrachtet werden, die sowohl einen Innenraum als auch ein äußeres Gesicht schafft und mit dem Außenraum interagiert. Die Studierenden sollen in dieser Aufgabe ein Fassadenausschnitt als Relief mit Innen- und Außenraumanschluss bauen. Bei dieser Übung geht es darum, zu abstrahieren, zu akzentuieren und zu reduzieren, um die charakteristische Wirkung der gewählten Fassade in ihrer Umgebung wiederzugeben. Der angrenzende Außenraum und ein selbst gestalteter Innenraum (mit passendem Charakter) sollen im Modell abgebildet werden. Aufgabe 4: VOLUMEN / STADT | Durchdringen und Verschachteln In dieser Übung wird das Modell im Bauen entwickelt – ohne vorherige Skizze oder Plan.
Bildergalerie
SCALA / TREPPE

Aufgabe 1

RAUM / VOID

Aufgabe 2